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03.11.2006 Seit Jahren wird beklagt, dass Kassenpatienten aus dem Raum Bad Brückenau die Dialysestation in der Sinntalklinik nicht benutzen können. Zahlreiche Versuche sind gemacht worden, darunter auch ein Prozess bei dem Verwaltungsgericht, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Auch die Einschaltung der Bundestags- abgeordneten aus unserer Region blieben ohne Erfolg. Die Kassenärztliche Vereinigung Unterfrankens, die für die Zulassung zuständig ist, beharrt auf dem Standpunkt, dass genügend Dialyseplätze, die gut zu erreichen sind, zur Verfügung stehen, so dass die Zulassung weiterer nicht erforderlich sei. Gemäß der gesetzlichen Bestimmungen hat die Kassenärztliche Vereinigung recht. Es geht um den Sicherstellungsauftrag, der besagt, dass die Kassenärztliche Vereinigung eine zweckmäßige und ausreichende Versorgung der Kranken gewährleisten muß. Danach werden für eine Region die Anzahl der zugelassenen Ärzte entsprechend der Anzahl der Bewohner festgelegt. Unberücksichtigt bleibt dabei, wo sich die Arztpraxen innerhalb dieser Region befinden. Und das ist das Problem, das uns beschäftigt. Ein dialysepflichtiger Patient muss dreimal pro Woche für vier bis fünf Stunden an das Gerät. Dazu kommen die Fahrtzeiten von mindestens einer Stunde pro Dialyse, oft mehr, also drei bis vier Stunden pro Woche, die eine nicht zu unterschätzende Belastung darstellen. Die nächsten Dialyseplätze sind in Bad Kissingen und Fulda. Dass das mit Fahrtkosten in fünfstelliger Höhe verbunden ist, bewirkt trotz Geldmangels im Gesundheitswesen offensichtlich kein Umdenken. Nachdem alle Versuche gescheitert sind, die Kassenärztliche Vereinigung dazu zu bewegen, von ihrem starren Schema abzuweichen und ihren Einfluss geltend zu machen, dass die Dialyseplätze in der Sinntalklinik zur Erleichterung des Loses der Patienten genutzt werden können, bleibt nur noch der Versuch, an die Öffentlichkeit zu gehen und damit durch den Druck der Medien eventuell doch noch zu einem guten Ergebnis zu kommen. Das Stadtgespräch findet am Mittwoch, dem 8.11.06 um 19.30 Uhr im Hotel Zur Mühle statt. Herr Dr. Ingo Walcher wird über die Situation der Patienten und die bisherigen Bemühungen referieren. Herr Professor Dr. Fritschka, Nierenspezialist und Chefarzt der Sinntalklinik, hat seine Teilnahme zugesagt. Außerdem sind zwei Betroffene bereit, die Angelegenheit aus ihrer Sicht zu beschreiben. Die örtliche Presse ist eingeladen und natürlich auch Sie, die Sie durch Ihre Teilnahme an dem Gespräch Ihre Solidarität zu den Patienten demonstrieren können.
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